StartNewsWiener MuseumsQuartier: Dieser neue Holzbau für 39 Millionen Euro überrascht

Wiener MuseumsQuartier: Dieser neue Holzbau für 39 Millionen Euro überrascht

Das Wiener MuseumsQuartier steht vor einer seiner bedeutendsten architektonischen Veränderungen seit der Eröffnung im Jahr 2001. Das renommierte Haus der Geschichte Österreich (hdgö) verlässt sein enges Interimsquartier in der Wiener Burg und findet eine neue, spektakuläre Heimat.

Ein Holzbau revolutioniert den historischen Klosterhof

Die Entscheidung im Realisierungswettbewerb ist gefallen und sorgt für Aufsehen in der internationalen Architekturszene. Das Berliner Büro O&O Baukunst konnte sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen und wird das Areal um einen viergeschossigen Holzbau erweitern.

Der Entwurf nutzt den bisher kaum beachteten, schmalen Klosterhof auf eine Weise, die selbst erfahrene Experten verblüfft. Durch die Verwendung von Holz als primärem Baustoff setzt das Projekt ein klares Zeichen für nachhaltiges Bauen im historischen Kontext.

Millionen-Investition in die kulturelle Zukunft Wiens

Rund 39 Millionen Euro werden in die Hand genommen, um auf knapp 4.000 Quadratmetern Nutzfläche modernste Ausstellungsbedingungen zu schaffen. Dieser Betrag umfasst nicht nur den Neubau, sondern auch die aufwendige Konservierung des historisch wertvollen Dachstuhls der alten Hofstallungen.

Neben den Museumsräumen entsteht zudem eine neue Probebühne für das benachbarte Theater Dschungel Wien. Damit wird das Quartier nicht nur museal, sondern auch darstellerisch massiv aufgewertet und multifunktional nutzbar gemacht.

Warum O&O Baukunst die Jury überzeugte

Die Jury unter dem Vorsitz von Elke Delugan-Meissl lobte vor allem die Flexibilität und die klare Zonierung des Siegerentwurfs. Besonders das innovative Regenwasser- und Pflanzkonzept für den neuen Dachgarten stach aus den elf eingereichten Arbeiten hervor.

Es ist kein Zufall, dass erneut Ortner & Ortner den Zuschlag erhielten, da sie bereits das Leopold Museum und das MUMOK gestalteten. Mit diesem Projekt zementiert das Büro seinen immensen Einfluss auf die moderne Gestalt der Wiener Museumslandschaft.

Der straffe Zeitplan bis zur großen Eröffnung

Die Bauarbeiten im Herzen Wiens werden logistisch eine Meisterleistung erfordern, um den laufenden Museumsbetrieb nicht zu stören. Wenn alles nach Plan verläuft, wird die feierliche Fertigstellung bereits für Ende 2028 angestrebt.

Besucher dürfen sich auf eine Architektur freuen, die sich laut Jury mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit in den Bestand einfügt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie dieser moderne Holz-Akzent das historische Ensemble der Kaiserstadt dauerhaft prägen wird.

Zusammenfassung

  • O&O Baukunst gewinnt Wettbewerb für hdgö-Neubau im MuseumsQuartier
  • Geplant ist ein viergeschossiger Holzbau im historischen Klosterhof
  • Gesamtkosten von rund 39 Millionen Euro für 4.000 m² Nutzfläche

Häufige Fragen

Wann wird der Neubau im MuseumsQuartier fertiggestellt?

Die Fertigstellung des Neubaus für das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) im Wiener MuseumsQuartier ist für Ende 2028 geplant.

Wer hat den Architekturwettbewerb für das hdgö gewonnen?

Das Berliner Büro O&O Baukunst (Ortner & Ortner) hat den ersten Preis im Realisierungswettbewerb gewonnen.

Quelle: Wie die Jury unter Vorsitz von Elke Delugan-Meissl (DMAA) bekannt gab, setzte sich der Entwurf von O&O Baukunst gegen elf Mitbewerber durch.

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