Überraschende Zinsvorteile für Immobilienkäufer
Der Traum von den eigenen vier Wänden rückt für viele Deutsche wieder in greifbare Nähe. Besonders die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet derzeit Konditionen, die deutlich unter den marktüblichen Zinsen der Geschäftsbanken liegen.
Wer ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung plant, sollte die aktuellen Programme genau prüfen. Ein strategischer Blick auf die Zinsbindung kann hier über die Jahre mehrere tausend Euro Ersparnis bedeuten.
Im beliebten Wohneigentumsprogramm 124 starten die Zinssätze bereits ab einem effektiven Jahreszins von 1,06 Prozent. Diese Kondition gilt bei einer fünfjährigen Zinsbindung und einer Gesamtlaufzeit von bis zu 25 Jahren.
Staatliche Zuschüsse für die Heizung nutzen
Doch nicht nur der Neubau wird massiv gefördert, auch Sanierer können von drastisch reduzierten Sollsätzen profitieren. Besonders die Umstellung auf erneuerbare Energien beim Heizungstausch steht im Fokus der staatlichen Unterstützung.
Im Ergänzungskredit 167 stellt die KfW bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit zur Verfügung. Voraussetzung für diesen günstigen Kredit ist die konsequente Modernisierung der bestehenden Anlagentechnik.
Wie das Fachportal ImmoScout24 berichtet, passt die KfW-Bankengruppe ihre Zinsen traditionell im November an. Bauherren sollten daher die aktuellen Marktentwicklungen im Auge behalten, um den optimalen Zeitpunkt für den Antrag nicht zu verpassen.
Barrierefreiheit und Effizienz als Renditebringer
Ein oft unterschätzter Hebel ist das Programm 159, welches den altersgerechten Umbau von Bestandsimmobilien finanziell absichert. Hier liegen die Zinssätze teilweise sogar unter der 1-Prozent-Marke, sofern die Laufzeiten kurz gewählt werden.
Zusätzlich locken beim energieeffizienten Bauen attraktive Tilgungszuschüsse, die das Darlehen direkt reduzieren. Je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard sind Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro je Wohneinheit möglich.
Die richtige Strategie für die Finanzierung
Experten raten dazu, verschiedene Förderprogramme klug miteinander zu kombinieren. So lässt sich beispielsweise der Kauf einer Wohnung mit einer energetischen Sanierung über zwei separate KfW-Töpfe finanzieren.
Wichtig bleibt jedoch der Hinweis, dass die Zinsbindung einen massiven Einfluss auf die monatliche Belastung hat. Eine längere Bindung bietet zwar Sicherheit, schlägt sich aber meist in einem höheren Zinssatz nieder.
Zusammenfassung
- KfW-Wohneigentumsprogramm bietet effektive Zinsen ab 1,06 %.
- Heizungsmodernisierung wird mit bis zu 50.000 Euro pro Einheit gefördert.
- Tilgungszuschüsse von bis zu 30.000 Euro für Effizienzhäuser möglich.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die aktuellen KfW-Zinsen für das Wohneigentumsprogramm?
Im KfW-Wohneigentumsprogramm (124) liegt der effektive Jahreszins aktuell bei 1,06 % für eine 5-jährige Zinsbindung und Laufzeiten bis 25 Jahre.
Kann man KfW-Förderprogramme kombinieren?
Ja, viele Programme wie ‚Altersgerecht Umbauen‘ (159) und das ‚Wohneigentumsprogramm‘ (124) lassen sich kombinieren, um die maximale Förderung für ein Projekt zu erhalten.
Quelle: Quellen: ImmoScout24 Redaktion, KfW Bankengruppe Konditionenübersicht 2024.

