StartNewsZahlen, Daten, FaktenSchock für Bosch: Erster Millionen-Verlust seit der großen Finanzkrise

Schock für Bosch: Erster Millionen-Verlust seit der großen Finanzkrise

Zahlen-Schock in Renningen

Der deutsche Technologie-Gigant Bosch steckt in einer tiefen Krise und meldet für das Jahr 2025 einen schockierenden Millionen-Verlust. Es ist das erste Mal seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009, dass der Konzern unter dem Strich rote Zahlen schreibt.

Nach einem satten Milliardengewinn im Vorjahr steht nun ein Minus von 363 Millionen Euro in den Büchern. Diese Entwicklung trifft nicht nur die Konzernführung, sondern versetzt die gesamte Branche in Aufregung.

Besonders die Kosten für den massiven Stellenabbau haben das Ergebnis mit gewaltigen 2,7 Milliarden Euro belastet. Diese Summe floss vor allem in Rückstellungen für Abfindungen, um den geplanten Personalabbau zu finanzieren.

Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

Konzernchef Stefan Hartung findet deutliche Worte für die aktuelle Situation des Unternehmens. Er räumt offen ein, dass Bosch in vielen Bereichen schlichtweg nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Um gegenzusteuern, plant das Management nun drastische Sparmaßnahmen über alle Sparten hinweg. Allein im Bereich der Autozulieferung sollen in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Auch die Tochtergesellschaften für Hausgeräte und Elektrowerkzeuge bleiben von den Kürzungsplänen nicht verschont. Die allgemeine Kaufzurückhaltung der Verbraucher bei Waschmaschinen und Gartengeräten verschärft die Lage zusätzlich.

Deutschland trägt die Hauptlast

Der Blick auf die Beschäftigtenzahlen offenbart eine besorgniserregende Verschiebung der Arbeitsplätze weg von Europa. Deutschland ist dabei überproportional stark von den Stellenstreichungen betroffen.

Zuletzt sank die Zahl der Mitarbeiter hierzulande um über 6.600 Personen auf nun rund 123.803 Beschäftigte. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent innerhalb nur eines einzigen Jahres.

Finanzchef Markus Forschner erklärt den Verlust nach Steuern auch mit einem ungünstigen Ergebnismix der verschiedenen Einheiten. Während profitable Sparten normal Steuern zahlen, können Verluste anderer Bereiche erst in der Zukunft verrechnet werden.

Ein Funke Hoffnung für 2026

Trotz der aktuellen Hiobsbotschaften blickt die Konzernspitze vorsichtig optimistisch in die fernere Zukunft. Für das Jahr 2026 rechnet Forschner mit einer erheblichen Verbesserung des Ergebnisses.

Ein Grund dafür ist das Wegfallen der enormen Sondereffekte, die das aktuelle Geschäftsjahr so massiv belastet haben. Die operative Umsatzrendite soll dann wieder auf Werte zwischen vier und sechs Prozent steigen.

Dennoch warnt Stefan Hartung vor verfrühter Euphorie, da die globalen Unsicherheiten weiterhin bestehen. Vor allem die Auswirkungen internationaler Konflikte und die Inflation bleiben unberechenbare Risikofaktoren.

Zusammenfassung

  • Erstmals seit 2009 verzeichnet Bosch einen Verlust von 363 Millionen Euro.
  • Der Stellenabbau kostet den Konzern rund 2,7 Milliarden Euro an Rückstellungen.
  • In Deutschland sank die Mitarbeiterzahl bereits um fünf Prozent.

Häufige Fragen

Warum macht Bosch 2025 Verlust?

Hauptgrund sind die Kosten für den massiven Stellenabbau in Höhe von 2,7 Milliarden Euro sowie eine schwache Nachfrage bei Haushaltsgeräten und Elektrowerkzeugen.

Wie viele Stellen streicht Bosch?

Bosch plant allein im Zulieferbereich den Abbau von bis zu 22.000 Stellen in den kommenden Jahren, wobei Deutschland besonders stark betroffen ist.

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