StartNewsDas Comeback des Jahrzehnts: Warum plötzlich jeder dieses Retro-Möbel will

Das Comeback des Jahrzehnts: Warum plötzlich jeder dieses Retro-Möbel will

Der samtige Riese kehrt zurück

Wer heute durch moderne Möbelhäuser schlendert, fühlt sich plötzlich wie in einer Zeitkapsel aus den wilden 70er-Jahren. Überall leuchten kastige Sofas und wuchtige Sessel in markanten Längsrippen dem staunenden Betrachter entgegen.

Es ist der Cord, der nach Jahrzehnten der Abstinenz eine unglaubliche Renaissance im Interior-Design feiert. Der Stoff, den viele noch aus der Hippie-Ära oder von Intellektuellen-Sakkos kennen, ist heute wieder das absolute Must-have für ein gemütliches Zuhause.

Was steckt hinter der neuen Gemütlichkeit?

Die Faszination liegt vor allem in der einzigartigen Haptik, die durch die speziellen aufgeschnittenen Florfäden entsteht. Diese Struktur verleiht dem Material eine außergewöhnlich samtige und warme Oberfläche, die sofort Komfort vermittelt.

Stefanie Trevisan, Dozentin für Textiltechnologie an der AMD Akademie Mode & Design in München, betont die besondere Ausstrahlung des Stoffs. Laut der Expertin sorgt die tiefe Textur für ein kuscheliges Gefühl, das in unserer oft kühlen, minimalistischen Welt händeringend gesucht wird.

Vom Hippie-Liebling zum Hightech-Bezug

Während Cord in den 80er und 90er Jahren fast völlig von glatten Oberflächen verdrängt wurde, ist er nun fest in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Er dient heute als perfekter Kontrastpunkt zu modernen Materialien wie pulverbeschichtetem Stahl oder glattem Leder.

Einrichtungsberaterin Angelika Hinz empfiehlt, das Material gezielt einzusetzen, um die Akustik und Wärme in Räumen mit Fliesenböden zu verbessern. Besonders edel wirken dabei Nuancen in Rosé oder Mintgrün, die dem rustikalen Stoff eine ungeahnte Eleganz verleihen.

Breitcord oder Feincord für den Alltag?

Bei der Wahl des richtigen Bezugs spielt die Rippenbreite eine entscheidende Rolle für die tägliche Nutzung. Breitcord wirkt markant und robust, was ihn zum idealen Begleiter für lebhafte Familienhaushalte macht.

Feincord hingegen zeigt sich eleganter, ist jedoch laut Experten etwas anfälliger für sichtbare Druckstellen. Ein überraschender Vorteil für Tierbesitzer: Die enge Struktur des Feincords ist für Katzenkrallen deutlich uninteressanter als grobe Gewebe.

Das Geheimnis der Langlebigkeit

Damit die Freude am Retro-Look lange anhält, sollten Käufer unbedingt auf den sogenannten Martindale-Wert achten. Dieser Wert gibt in Scheuertouren an, wie viel Reibung der Stoff aushält, bevor er Schaden nimmt.

Für den privaten Wohnbereich gelten Werte zwischen 15.000 und 25.000 Scheuertouren als Qualitätsmerkmal für gute Haltbarkeit. Wer auf hochwertige Verarbeitung setzt, erhält ein Möbelstück, das nicht nur optisch ein Statement setzt, sondern auch echtes „Poporutschen“ problemlos übersteht.

Zusammenfassung

  • Cord feiert als robuster Retro-Stoff ein massives Comeback in deutschen Wohnzimmern.
  • Das Material überzeugt durch Wärme, Atmungsaktivität und eine besondere haptische Struktur.
  • Experten raten zu Breitcord für Familien und Feincord für Katzenbesitzer.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Breitcord und Feincord?

Breitcord ist robuster, wirkt markanter im Lounge-Design und ist ideal für Familien. Feincord wirkt edler und eleganter, ist jedoch anfälliger für Druckstellen, bietet aber Vorteile bei Haustieren mit Krallen.

Wie strapazierfähig sind Cordmöbel wirklich?

Cord ist sehr langlebig und pflegeleicht. Achten Sie beim Kauf auf den Martindale-Wert: Für den Wohnbereich sind 15.000 bis 25.000 Scheuertouren ideal für eine hohe Belastbarkeit.

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