Der fatale Fehler beim Ausräumen
Die meisten Menschen machen nach dem Signalton der Spülmaschine denselben entscheidenden Fehler. Sie lassen das Geschirr in der feuchten Maschine stehen, was besonders hochwertigen Gläsern massiv schaden kann.
Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) warnt davor, dass der heiße Dampf die Oberflächen angreift. Werden Gläser nicht sofort entnommen, können sie dauerhaft trüb werden und ihren Glanz verlieren.
Experten raten dazu, die Maschine entweder sofort ganz zu öffnen oder bei geschlossener Tür etwa 30 Minuten zu warten. Ein bloßes Anlehnen der Tür lässt den Dampf unkontrolliert entweichen und schadet oft sogar der umliegenden Arbeitsplatte.
Effizienz durch die richtige Beladung
Viele Haushalte neigen dazu, die Spülmaschine aus Sorge um die Sauberkeit nur halbvoll laufen zu lassen. Dabei ist das Motto „je voller, desto effizienter“ der Schlüssel zu einem nachhaltigen und kostensparenden Haushalt.
Entscheidend ist laut Bernd Glassl lediglich, dass das Wasser jede Fläche ungehindert erreichen kann. Stapeln Sie Schüsseln oder Töpfe niemals ineinander, da dies die Reinigungswirkung der Sprüharme blockiert.
Ein einfacher Trick hilft dabei, Wasseransammlungen auf dem Geschirr zu vermeiden. Alle Öffnungen von Tassen und Schalen müssen zwingend nach unten zeigen, damit das Schmutzwasser vollständig abfließen kann.
Vorsicht vor diesen Material-Fallen
Nicht alles, was schmutzig ist, darf ungeprüft in den silbernen Kasten in der Küche wandern. Besonders bei edlen Materialien wie Kupfer oder Aluminium drohen laut Experten wie Heinz Heißler hässliche Verfärbungen.
Auch das geliebte Holzbrettchen oder Besteck mit Holzgriffen sollte besser draußen bleiben. Das Material saugt sich mit Wasser voll, verzieht sich unschön und verliert schnell seine natürliche Farbe.
Besondere Vorsicht gilt bei scharfen Messern, die durch die aggressiven Reiniger und Hitze stumpf werden. Produkttrainerin Karla Altenau betont, dass die feinen Schneiden unter den chemischen Prozessen in der Maschine leiden.
Was tun gegen trübe Gläser und Geruch?
Wenn die Gläser trotz Reinigung einen weißen Schleier aufweisen, steckt oft das falsche Regeneriersalz dahinter. Meist ist die Enthärtungsfunktion falsch eingestellt, sodass sich Kalk hartnäckig auf der Oberfläche festsetzt.
Sollte sich der Belag nicht mit Essig entfernen lassen, liegt leider oft eine irreversible Glaskorrosion vor. Ein fettiger Film hingegen deutet auf eine zu geringe Dosierung des Spülmittels oder zu fettige Pfannen hin.
Gegen modrige Gerüche hilft oft nur eine gründliche Reinigung des Mikrosiebs unter fließendem Wasser. Auch die Sprüharme sollten regelmäßig mit einem Zahnstocher von kleinen Kernen oder Resten befreit werden.
Die Geheimwaffe gegen Bakterien
Wer dauerhaft nur Sparprogramme mit niedrigen Temperaturen nutzt, züchtet ungewollt Keime in seinem Gerät. Fettablagerungen sammeln sich an den Dichtungen und führen zu unangenehmen Gerüchen in der ganzen Küche.
Karla Altenau empfiehlt daher, mindestens einmal im Monat ein Intensivprogramm bei 75 Grad zu starten. Diese Hitze-Kur löst festsitzende Rückstände und sorgt für eine hygienisch einwandfreie Umgebung für Ihr Geschirr.
Vergessen Sie beim Putzen auch nicht die versteckten Leisten und Türdichtungen der Maschine. Hier lagern sich oft Speisereste ab, die von den automatischen Sprüharmen niemals erreicht werden können.
Zusammenfassung
- Gläser als Erstes ausräumen, um Trübung durch Dampf zu verhindern
- Intensivprogramm mit 75 Grad einmal monatlich gegen Keime nutzen
- Holz, Kupfer und scharfe Messer gehören niemals in die Maschine
Häufige Fragen
Darf Holz in die Spülmaschine?
Nein, Holz saugt sich mit Wasser voll, verzieht sich und verblasst. Es sollte immer von Hand gespült werden.
Warum werden meine Gläser in der Spülmaschine trüb?
Das liegt oft an Glaskorrosion durch zu heißen Dampf oder falsch eingestelltes Regeneriersalz (Kalkbelag).

